Das Leben als Au-pair

Samstag, 05.08.2017

Auch, wenn ich sagen muss, dass ich noch nicht so ganz angekommen bin, aufgrund meiner Rematch Phase, möchte ich euch heute ein wenig über das Leben als Au-pair erzählen. Jeder, der sich überlegt Au-pair zu werden, denkt erst einmal nur daran, wie toll es ist, 1 Jahr in Amerika, Australien oder sonst wo zu leben, die Kultur kennen zu lernen, das Land kennen zu lernen, zu reisen, so viel man will und der Job nur daraus besteht, Kinder aufzupassen. Natürlich ist es der Hammer, wenn man so viel reisen kann, wie man will und sich immer wieder neue Ziele wie z.B. Hawaii, die Bahmas, Kanada, LA, Florida usw. aussuchen kann und ohne weiteres (nur mit dem nötigen Geld), innerhalb von wenigen Stunden dorthin fliegen kann. Trotzdem, muss man sagen, dass dieser Job alles andere als leicht ist und auch nicht immer so toll, wie man denkt. Man muss bedenken, dass man hier wirklich komplett auf eigenen Beinen steht. Man muss selbstständig sein und dazu in der Lage sein, alles allein zu regeln. Natürlich kann man nach Hilfe fragen, aber nach einiger Zeit wird von einem verlangt, das meiste selbst regeln zu können. Unter der Woche ist man für die Kinder sowas ähnliches wie ein Mutterersatz. Dabei muss man bedenken, dass Kinder nicht immer nur kleine Engelchen sind, sie haben auch ihr schlechten Tage und können ausrasten, womit man erst einmal klar kommen muss. Außerdem muss man sich bewusst sein, dass man seinen Job erledigen muss, egal, ob man Heimweh hat oder auch einfach mal wirklich keine Lust hat,(was garantiert öfter vorkommen wird) die Kinder stehen immer an erster Stelle. Man muss daran denken, dass man auf einem anderen Kontinent, weit weg von Zuhause lebt und jeden Tag eine andere Sprache sprechen muss. Egal, wie gut man Englisch kann,man wird nicht immer alles verstehen. Das Au-pair Jahr wird wirklich eine Herausforderung und ebenso eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mal ist man glücklich, dann wieder traurig, dann freut man sich, dass es Wochenede ist, dann fängt das Heimweh an. Trotz alledem denke ich, dass wenn man dieses Jahr durchgezogen hat und weiß,man kommt wieder nach Hause, super stolz auf sich sein kann und sich freuen kann, dass man einen so großen Schritt in seinem Leben geschafft und erfolgreich beendet hat. Man wird garantiert an den Erfahrungen und Erlebnissen, die man hier hat wachsen und eine unvergessliche Zeit, mit vielen Reisen und Abenteuern zurück mit nach Deutschland nehmen. 

 

Des weiteren möchte ich allen angehenden Au-pairs noch wichtige Tipps, für die Auswahl der neuen Gastfamilie geben. Wenn ihr ein Familienmensch seid, so wie ich, dann achtet unbedingt auf folgende Punkte:

  1. Achtet darauf, dass die Familie Abends zusammen Dinner kocht und zusammen isst (das geht nicht immer, aber die meiste Zeit, sollte es schon der Fall sein) Darauf habe ich bei meiner alten Gastfamilie leider nicht geachtet und ich habe nichts richtiges zu Essen bekommen und hatte die meiste Zeit sehr Hunger.
  2. envolvSchaut, ob die Familie dazu bereit ist, euch mit in den Urlaub zu nehmen und euch in Familienaktivitäten zu envolvieren. Das ist ein wichtiger Faktor, um sich aufgenommen zu fühlen und sich nicht nur wie ein Angestellter zu fühlen.
  3. Lest euch genau den Tagesablauf usw. durch 
  4. Fragt die Familie alles, was ihr wissen wollt und zwar nicht nur die positiven, sondern auch die negativen Dinge. So kann man am besten gucken, ob einen was besonders stört, oder man damit klar kommt.
  5. Stellt ebenso genau so viele Fragen bezüglich der Kinder, was ihre Stärken, aber auch was ihre Schwächen sind.
  6. Fragt die Familie, wie sie damit umgehen, wenn du Heimweh hast, oder es dir nicht gut geht. Manche Familien wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen und du fühlst dich noch schlechter.
  7. Und achtet auf die Persönlichkeit der Leute (soweit man die über Skype einschätzen kann)

Viel Glück !innocent

Die Rematch Phase

Donnerstag, 03.08.2017

Heute will ich euch ein wenig über meine Rematch Phase erzählen, in der ich jetzt seit Montag Abend bin. Montag Abend wurde mein Profil wieder freigeschaltet, sodass neue Familien die Chance haben,sich meine Bewerbung anzuschauen und mich zu kontaktieren. Ich hab mir am Anfang gedacht, wie spannend es wohl ist, neue Anfragen zu bekommen aber dann hab ich ganz schnell gemerkt, dass es sehr stressvoll und machnmal wirklich hart ist. Wenn man weiß, dass man nur zwei Wochen Zeit hat, eine neue Familie zu finden, die zu einem passt, dann bekommt man es teilweise mit der Angst zu tun. Fragen wie, "Was ist, wenn ich keine passende Familie finde ?", "Was ist, wenn meine neue Familie auch nicht zu mir passt und ich nochmal ins Rematch gehen muss oder nach Hause fliege ?", gehen einem durchgehend durch den Kopf und jedes mal, wenn dich eine neue Familie kontaktiert und sie nicht zu dir passt, ist man deprimiert und weiß nicht mehr weiter. Ich glaube, ich hatte bis jetzt ungefähr 12 Familien in den letzten 3 Tagen und habe nur mit einer Kontakt. Diese Zeit ist wirklich alles andere als einfach und ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen weitere Anfragen von Familien bekomme, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie vielleicht zu mir passen könnten. Morgen ist es dann auch schon so weit und ich werde für den Rest meiner zwei Wochen zu meiner LCC, also zu meiner Betreuerin ziehen, da meine Gastfamile bereits ein neues Au pair gefunden hat, welches dann auch direkt hier einzieht. Ich denke, dass ich dort Zeit haben werde, etwas zu entspannen um mich voll und ganz auf meine neuen Familienanfragen zu konzentrieren. Am Wochende werde ich wahrscheinlich mit anderen Au-pairs in einen Wasserpark fahren, um ein wenig Ablenkung zu bekommen. Außerdem war ich dieses Wochende mit einer Au-pair Freundin im Piemont Park in Atlanta, welcher riesen groß und voller bunter Wände und Brücken ist und ebenso viele Möglichkeiten (Pool und See) zum entspannen bietet und auch einen nicen Blick auf die Skyline von Atlanta ermöglicht. Ich bin dankbar, für alle Menschen, die mir in dieser Zeit zur Seite stehen, mich ablenken und nicht alleine lassen. Ich werde in ein paar Tagen mehr über mögliche Gastfamilen berichten. smile

Wenn alles anders kommt, als man erwartet hatte..

Freitag, 28.07.2017

Ich bin jetzt mittlerweile seit einer Woche in meiner Gastfamilie und es ist alles anders gelaufen als gehofft. Ich hab mich von Anfang an nicht wirklich wohl gefühlt und habe seit Tag 1 starkes Heimweh gehabt. Auch wenn die Familie und die Kinder echt nett und freundlich sind, ist es auch im Laufe der Zeit nicht besser geworden und ich war an dem Punkt aufzugeben, meine Sachen zu packen und wieder zurück nach Deutschland zu fliegen. Ich habe die letzten Tage nur geweint und wusste nicht mehr wohin mit mir. Aufzugeben war die einzige Möglichkeit, um das ganze Heimweh zu stoppen, die mir in den Sinn kam und das schon nach einer Woche. Jeder meiner Freunde und Verwandten sagte mir, ich soll es doch wenigstens versuchen und das es normal sei, da man sich erst an die neue Situation gewöhnen muss, dass ich das schaffe und so viele tolle Erlebnisse haben werde, die mir keiner mehr nehmen kann. Ich war hin und hergerissen und wusste keinen Ausweg. Ich wollte unbedingt nach Hause aber hab mich gleichzeitig auch richtig schlecht gefühlt, weil ich wusste, dass ich das ganze Abenteuer aufgeben würde und mir nicht bewiesen hätte, dass ich es hätte schaffen können. Ich habe meiner Gastmutter weinend erzählt, dass ich nach Hause möchte und ich es nicht mehr aushalte. Sie hatte vollstes Verständnis und meinte, sowas könne passieren. Heute war es dann auch schon soweit und die Gastfamilie und ich hatten ein Gepräch mit der LCC, also meiner Betreuerin. Ich hab mich nach langem Überlegen dazu entschieden, hier in den USA zu bleiben. Dann kam das überraschenste, denn meine LCC hat mir geraten, einen kompletten Neustart in einer ganz neuen Gastfamilie zu machen, damit ich die Chance habe, die für mich perfekte Familie zu finden und in den zwei Wochen darüber nachzudenken, ob ich weiter machen möchte oder eben nicht. Ich bin wirklich froh, jetzt ins Rematch gehen zu dürfen und die Chance auf eine neue Familie zu haben, die hoffentlich zu mir passt. Trotz alledem bin ich natürlich dankbar, für die Zeit, die ich hier in dieser Gastfamilie hatte und ich hoffe, dass sie ein Au pair finden, welches gut in ihre Familie passt. Ich bin gespannt, auf die Anfragen, die ich in den nächsten zwei Wochen bekomme und wohin es für mich geht. Ebenso hoffe ich, dass ich eine tolle Gastfamilie finde, bei der ich mich wohlfühle und mein Jahr in den USA ,doch noch zu einem ereignisreichen und tollen Jahr, mit vielen neuen Erfahrungen und neuen Freunden wird. innocent

Angekommen in den USA

Sonntag, 16.07.2017

Hey, ich bin Nele und will euch dieses Jahr über mein Jahr als Au-pair in Amerika berichten. Der Blog entsteht besonders für meinen lieben Cousin Nico, der das unbedingt wolltekiss.Der Flug nach New York ging 8 Stunden und war wirklich sehr anstregend. Angekommen am Flughafen mussten wir noch 1000 Stunden warten, bis wir endlich nach draußen gehen konnten. Vollgepackt gingen wir dann zu den Bussen und fuhren zur Training school. Der erste Eindruck war nicht sehr einladend, aber nach ein paar Tagen, in denen man sich näher kennenlernte, wurde alles einfacher. Ich bin wirklich froh, schon neue tolle Freunde gefunden zu haben. 8 Stunden Unterricht am Tag waren der Horror und wenn man aus den hoch klimatisierten Räumen kam, hat man fast einen Hitzeschlag bekommen, weil die Luft vergleichbar mit den Tropenhäusern im Zoo war. Donnerstag ging es dann nach New York City, was für uns alle ein richtig geiles Erlebnis war. Alles so riesig und bunt und voller Menschen. Leider haben Emma und ich uns ein wenig verspätet und mussten vom Time Square zum Empire State Building rennen. Wir waren zwar klitsch nass aber happy, als wir angekommen sind und wussten, der Bus ist noch da. laughing Freitag morgen hieß es dann Sachen packen und auf zu unseren Gastfamilien. Wir brauchten zwei Flüge um endlich anzukommen. Meine Gastfamilie hat mich direkt von den Gepäckbändern abgeholt und die Kinder waren sofort sehr anhänglich. smileDann sind wir zu deren Haus gefahren und ich hatte erst mal Zeit, mich einzurichten und mich zu entspannen. Außerdem hab ich ein süßes Gastgeschenk bekommen und hab auch direkt danach meine Geschenke übergeben. Die Kinder haben sich sehr gefreut und rennen jetzt den ganzen Tag mit ihren neuen Sachen durch díe Gegend. :) Dann haben wir zusammen zu Abend gegessen und ich bin ins Bett gegangen. Heute morgen beim Aufwachen, war es ziemlich laut, weil die Kindern geschrien haben und der Hund gebellt hat und ich wollte gerne noch schlafen. :D Das jetzige Au-pair hat mir viele Dinge hier gezeigt und ich bin mit dem Gastvater Auto gefahren, wovor ich hammermäßig Angst hatte, was im Endeffekt aber total easy ist. Danach war ich auf dem ersten Au-pair Meeting, was hätte spannender sein können. Jetzt lieg ich im Bett und bin ziemlich müde von den ganzen letzten Tagen. Ich vermisse meine Familie und Freunde in Deutschland wirklich sehr sehr doll aber ich schau nach vorne und freu mich schon, wenn ich in einem Jahr alle wieder in meine Arme schließen kann. Ich werd immer über spannende Dinge und Orte berichten, die ich hier in dem Jahr erlebe und besuchen werde.